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Neues pädagogisches Denken

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Im April 2009 besuchten Lehrerinnen und Lehrer aus Thüringen die Schule "Futurum" in der Nähe von Stockholm. Futurum = Zukunft - eine Schule in der Kommune Habo, die ihren Weg in eine neue Lernkultur seit nun mehr 10 Jahren geht. Drei Teilnehmerinnen haben von dieser Reise berichtet.

Tagesbericht 15.04.09

Der Übergang zur weltweiten Informationsgesellschaft  und veränderte Lebenswelten von Kindern erfordern neues pädagogisches DENKEN.

Mit einer Delegation von 26 Kolleginnen und Kollegen aus Thüringen, organisiert über die Serviceagentur „ Ganztägig Lernen“, besuchten wir heute diese innovative Schule. Schon beim Betreten des Schulgeländes eröffnete sich uns die Weite und großzügige Anlage der Schule. Unser Gastgeber Hans Ahlenius präsentierte uns zunächst das Schulkonzept, das wenig mit Schule im traditionellen Sinne zu tun hat. Anschließend konnten wir uns in einem Rundgang und Fragerunde selbst einen Eindruck von der Arbeitsweise und der Umsetzung des Konzeptes machen.

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Die „ Futurum“ Schule beschreitet seit 10 Jahren erfolgreich diesen neuen Weg und entwickelt dabei ihr Konzept ständig weiter. Bereits nach wenigen Minuten in der Schule begann die Diskussion unter uns, was davon man zu Hause umsetzen kann und vielleicht eröffnet für den ein oder anderen das Logbuch neue Möglichkeiten.

Petra Prauße

Tagesbericht vom 16.04.2009

Besuch der Ältaskola in Nacka

Der zweite Tag der Hospitationsreise in Schweden führte die Gäste aus Thüringen an die Ältaskola, die im vergangenen Jahr mit einem Schulpreis als beste schwedische Schule ausgezeichnet wurde. „Für jeden Schüler an jedem Tag die beste Schule (zu) sein.“, ist das Motto der Schule. Um dieses Motto umzusetzen, hat sie sich 1995 auf den Weg gemacht und mit einem konsequenten Qualitätsmanagement den Erfolg des vergangenen Jahres erarbeitet.

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Grundlage der Arbeit von Kindern, Pädagogen und Eltern ist die Freundlichkeit im Umgang miteinander und die Verantwortung aller für das Lernen und das Miteinander. Ziel ist es, die Kinder auf ein lebenslanges Lernen vorzubereiten. Dies widerspiegelt sich in einer Schulkultur, die die Gäste schon beim ersten Rundgang durch die Schule wahrnehmen.

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Die Schule hat in einem langen Diskussionsprozess die Schwerpunkte ihrer Arbeit festgelegt, daraus Ziele abgeleitet, Strategien und Maßnahmen entwickelt, die ständig auf ihren Erfolg überprüft,  verändert und verbessert werden. Dieser Prozess wird auf allen Ebenen wiederholt und praktiziert. Im Zentrum steht dabei immer das einzelne Kind mit seinen individuellen Stärken. „Jeder kann – jeder will – jeder ist gut genug!“, ist die Basis der Arbeit. Die Thüringer Gäste haben zahlreiche Eindrücke und Anregungen für die eigene Arbeit mit auf den Weg genommen.

Heike Haun-Jenoch

Tagesbericht vom 17.04.2009

Alle guten Dinge sind drei

Wie allmählich gewohnt, finden wir per U-Bahn, Pendelbahn und Bus unseren Zielort – die Rösjöskolan im Stadtteil Sollentuna. Der junge Schulleiter Mikael Gustafsson begrüßt und begleitet uns persönlich. Wir beginnen wie gehabt sehr angenehm mit Kaffee und Kuchen gemütlich im Lehrerzimmer. Dass hier die Zentrale für 150 Lehrkräfte ist, ist kaum zu glauben. Wir genießen die ruhige, entspannte Atmosphäre. Vorbei an den Zimmern der Schulpsychologin und der Krankenschwester beginnen wir unseren Rundgang. Unter den 530 Schülern dieser Vor- und Grundschule befinden sich über 50 Behinderte und 40% der Kinder haben einen Einwanderungshintergrund.

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Stolz präsentiert uns Herr Gustafsson während seines Vortrages das Activ-Board, das in jedem Klassenraum statt der Tafel zu finden ist. Hier wird schon eine Besonderheit dieser Schule deutlich, die in freier Trägerschaft der Kommune jedes Jahr über ihr eigenes Budget verfügen kann, so auch über die Anstellung der Lehrkräfte. Neben den eigentlichen Lehrern gibt es die „Assistenten“, ohne die die Integration der vielen Förderschüler nicht mögliche wäre. Um allen gerecht zu werden, sind zum Beispiel für die Kinder mit Autismus Spezialklassen eingerichtet. Der Betreuungsschlüssel für Kinder mit Behinderung beträgt eins zu eins.

Die Bibliothek der Schule ist jede Woche Lernort für alle Klassen, der Plan an der Tür gibt darüber Auskunft. Auf dem großen Schulgelände tummeln sich während der Pausen die Schüler, fast alle sind mit Sport- und Spielgeräten beschäftigt. Betreuer und Lehrer sind weithin an ihren roten Jacken zu erkennen. Und noch ein Detail, das wir auch an den anderen Schulen fanden: Logbücher, die die Schüler zur Begleitung ihrer Lernarbeit selbstständig führen. Alles in allem gab es wieder viel Neues, Anderes und höchst Interessantes zu entdecken. Alle guten Dinge sind drei!

Karla Schulze

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Datum: 25.04.2009
© www.ganztaegig-lernen.de



   
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