Bildungsbericht 2008

Mit dem Bericht „Bildung in Deutschland 2008“ wird die zweite umfassende empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vorgelegt. Der Band analysiert das gesamte institutionelle Gefüge des Bildungswesens von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung über das allgemeinbildende Schulwesen, die berufliche Ausbildung und die Hochschulbildung bis hin zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.
Er wurde gemeinsam von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben und von einer Autorengruppe erarbeitet, die ihn auch gemeinsam verantwortet. Die Mitglieder der Autorengruppe gehören an verantwortlicher Stelle den folgenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Statistischen Ämtern an: dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), dem Soziologischen Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder. Die Gruppe hat unter Federführung des DIPF zwischen Oktober 2006 und Mai 2008 zugleich ein weiterentwickeltes Indikatorenkonzept der Bildungsberichterstattung erarbeitet.
Als datengestützte problemorientierte Analyse des deutschen Bildungswesens verzichtet der Bericht auf explizite Handlungsempfehlungen. Seine Besonderheit liegt darin, dass er sich im Wesentlichen auf ausgewählte Indikatoren sowie auf statistische Kennziffern stützt, die jeweils für ein zentrales Merkmal von Bildungsprozessen bzw. einen zentralen Aspekt von Bildungsqualität stehen. Diese Indikatoren werden aus amtlichen Daten und repräsentativen sozialwissenschaftlichen Erhebungen ermittelt und, soweit möglich, im Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte, auch international vergleichend und aufgeschlüsselt nach Bundesländern, dargestellt. Mit diesem Anspruch an die Qualität und Aussagekraft des Datenmaterials werden allerdings zugleich auch die Grenzen des Bildungsberichts deutlich. Aktuelle Probleme der Bildungsentwicklung kann er nur insoweit berücksichtigen, als gesicherte Daten vorliegen.
Mit einem gleich bleibenden Satz von Kernindikatoren knüpft der zweite nationale Bildungsbericht an den ersten Band an und gewährleistet auf diese Weise einen Vergleich im Zeitverlauf mit wechselnden Akzentuierungen. Aus dieser Fortschreibbarkeit gewinnt die Berichterstattung ihre spezifische Informationskraft. Darüber hinaus enthält der zweite Band weitere Indikatoren zu neuen Themenbereichen, z.B. zum Bildungspersonal. Im Rahmen eines vertiefenden Schwerpunktthemas widmet er sich den Übergängen nach der Schule in Ausbildung, Studium und Arbeitsmarkt.
Weiterführende Informationen: www.bildungsbericht.de
Datum: 14.06.2008 © www.ganztaegig-lernen.de |