Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse
 Zentrales Ziel des BLK-Programmes SEMIK war die nachhaltige Integration Neuer Medien in den Unterrichtsalltag aller Schularten und -stufen.Das Programm orientierte sich an einem von Prof. Dr. H. Mandl, Dr. G. Reinmann-Rothmeier und Dr. C. Gräsel verfassten Rahmenkonzept. In den fünf Jahren wurden auf der Grundlage eines gemeinsamen Konzepts insgesamt 25 Einzelvorhaben durchgeführt, die sich den Schwerpunkten des Programms – Unterrichtskonzepte, Schulentwicklung, Curriculumentwicklung, Lehreraus- und -fortbildung, technische Tools – zuordneten.
Das didaktische Leitkonzept des Programmes war das problemorientiertes Lernen als Balance zwischen Instruktion und Konstruktion. Grundlegend dafür sind Gestaltungsprinzipien wie Lernen anhand authentischer Probleme, Lernen in variierenden Kontexten und Lernen in Gruppen.
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Position
Medien bereichern den Unterricht. Sie sorgen für Abwechslung und Vielfalt, sie verstärken die Aufmerksamkeit und verbessern dadurch den Lernerfolg. Ein konsequenter Medieneinsatz verändert die Lernprozesse zugleich auch inhaltlich. Insbesondere die neuen Medien fördern eigenständiges Lernen, sie erhöhen die Lernmotivation, sie fördern die Arbeit im Team und sie können speziell die Schülerinnen und Schüler aktivieren, die der traditionelle Unterricht schwer erreicht. Neue Medien kommen schließlich in besonderem Maße dem projektorientierten Arbeiten zugute, das wir durch die Lehrplanreform verstärkt haben. Zudem verbessern sie die Medienkompetenz, die in unserer Wissensgesellschaft unverzichtbar ist. Medienerziehung bedeutet aber auch, junge Menschen zu einem reflektierten und kritischen Umgang anzuleiten, und zwar mit herkömmlichen und mit neuen Medien – von den Print- und elektronischen Medien bis hin zu Multimedia und Internet.
Die Arbeit mit neuen Medien wirkt sich auch auf die Rollenverteilung in den Klassenzimmern aus: Es kann sein, dass Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften lernen, es kann sein, dass die Kinder bzw. Jugendlichen in Teilbereichen sogar einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung haben – das ist kein Nachteil, es bereichert vielmehr den Unterricht.
Es gibt also viele gute Argumente, den Einsatz neuer Medien im Unterricht zu intensivieren. Deshalb haben wir uns für die Teilnahme am BLK-Modellprojekt Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse (SEMIK) entschieden. Diese Broschüre stellt einen Modellversuch vor, der sich hauptsächlich an Referendarinnen und Referendare wendet. Er demonstriert in sehr differenzierter Weise, wie neue Medien selbstverständlich in den schulischen Betrieb und in den täglichen Unterricht zu integrieren sind. Ich würde mich freuen, wenn dieser Bericht von der Zielgruppe angenommen wird und darüber hinaus von allen Interessierten in den Schulen, in der Lehrerbildung und in der Bildungsverwaltung, damit möglichst alle Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein souverän mit neuen Medien umgehen können.
Ute Erdsiek-Rave Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
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Datum: 01.11.2005 © www.ganztaegig-lernen.de |