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Einmalige räumliche Entwicklungschancen

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IGS Flensburg

Werkstattbericht: Neu- und Umbauvorhaben für eine gesunde (Ganztags-) Schule

Das erste und für die Gestaltung anspruchsvollste Kriterium lautet: „Jeder Ganztagszug bildet eine eigene soziale und räumliche Einheit, die zur übrigen Schule einerseits abgegrenzt, andererseits aber auch offen ist. Das räumliche wie auch das soziale Verhältnis von Offenheit und Geschlossenheit wird durch die jeweiligen pädagogischen Zwecke bestimmt und lässt sich je nach Bedarf flexibel
gestalten “.

Mit dem Beschluss der Bundesregierung, den Ausbau von Ganztagsschulen zu fördern, stehen den Schulträgern beträchtliche Investitionsmittel für den Neu- und Umbau von Schulen zu ganztägig nutzbaren Lern- und Lebensräumen zur Verfügung.

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Nymphenburger Schulen München

Fünf raumbezogene Ziele

I. In der Schule findet jedes einzelne Kind einen Lern-, Lebens-, Bewegungs- und Entfaltungsraum vor, der seine Persönlichkeitsentwicklung fördert. Das pädagogische Personal und die weiteren Arbeitskräfte finden Arbeitsplätze vor, die ihre verantwortungsvolle Arbeit erleichtern.

II. Arbeitsplätze, Lernräume, Bewegungsräume und Spielflächen sind in funktionaler Hinsicht so gestaltet sowie von den Nutzern selbst so gestaltbar, dass sie die soziale Begegnung und Verständigung in Klein- und Großgruppen unterstützen und die Gesundheit der Kinder und des Schulpersonals fördern.

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Hansa-Gymnasium Stralsund

III. Die Räume sind so angeordnet und ausgestattet, dass sich dezentrale Reviere und Zonen bilden lassen, die von Lehrerteams bzw. Schülergruppen in Eigenverantwortung ausgestaltet und gepflegt werden können.

IV. Die ästhetische Gestaltung der Räume berücksichtigt die Bedürfnisse der Kinder und des Schulpersonals, lässt eine klare Gestaltungslinie erkennen, fördert das Gefühl und das Urteilsvermögen für Formen und Farben und schafft eine Wohlfühlatmosphäre.

V. Die Umgestaltung von Schulräumen bietet vielfältige Möglichkeiten der Partizipation und der curricularen Anknüpfung in einem lebensweltbezogenen Unterricht. Die Teilhabe der Lernenden, Lehrenden und Erziehenden am Umgestaltungsprozess erhöht nicht nur die Akzeptanz für die Umgestaltungsmaßnahme, sondern stärkt zugleich die soziale Verantwortung.

Vor diesem Hintergrund entwickelte das Herforder Planungsteam auf der Basis vorliegender Forschungsarbeiten (vgl. BUDDENSIEK 2001, insb. S. 183-212) unter Beteiligung der zuständigen Schulrätin und der elf Schulleiter fünfzehn Qualitätskriterien für die Raumgestaltung und –ausstattung von Ganztagsschulen im Primarbereich.


Hauptfunktionen eines gesundheits- und kommunikationsfördernden Lernraums

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Montessori-Schule Greifswald

Platz für einen konzentrischen Stuhlkreis, der sich in hinreichender Größe möglichst ohne Umräumen der Tische herstellen lässt. Platz für eine freie Mitte im Raum, auf der sich spontane Aktionen entfalten oder Meditations- und Bewegungsübungen stattfinden können. Platz für eine konzentrierte Gruppenarbeit, bei der die Kommunikationsdistanz innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen möglichst klein und zwischen den Gruppen möglichst groß ist. Platz für eine hinreichende Zahl von (rollbaren) Regalen in denen alle benötigten Lernmaterialien unterzubringen sind. Platz für eine möglichst ungestörte Einzel- und Partnerarbeit. Platz für Phasen einer frontalen Präsentation mittels unterschiedlicher Medien (Tafel, Tageslichtprojektor, Beamer, Landkarte). Bewegungsfläche für einen möglichst reibungslosen und spontanen Wechsel der genannten Raumfunktionen und eine angemessene Arbeitsnische für die Lehrkraft.


Ansprechpartner im Programm
"Ideen für mehr! Ganztägig lernen.":

Werkstatt Schule und Kommune
Städte-Netzwerk NRW
Nicolaistr. 3
59423 Unna

Birgit Frey (Projektkoordinatorin)
Telefon: 02303 9693-13,
E-Mail: frey@netzwerk.nrw.de 

Inez Katzer (studentische Mitarbeiterin)
Telefon: 02303 9693-16,
E-Mail: katzer@netzwerk.nrw.de


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Zusammengestellt: Sabine Schweder
Datum: 02.03.2006
© www.ganztaegig-lernen.de



Themen
Praxis & Materialien
Serviceagenturen
Schulentwicklung

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Das Herforder Modellprojekt

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Stefan Appel, Ganztagsschulverband
Lernorte – Zeit und Raum in Ganztagsschulen gestalten
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Bettina Gräber, Grundschule "Landsberger Straße" Berlin
Gesundheits- und kommunikationsfördernde Gestaltung von Räumen in der Ganztagsschule
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Daniela Bickler, Schulen ans Netz
Freie Lernorte – Raum für mehr
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Oggi Enderlein, Werkstatt "Schule und Lebenswelt"
Raum und Zeit für die Bedürfnisse von Kindern
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Rainer Schweppe, Schulamt Herford
Ganztagsschulentwicklung in Herford
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Anne Dinges, Didaktische Leiterin der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim
Von der Lernfabrik zum Lebensraum
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