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Perspektiven schaffen mit Wolle aus der Region an der Freien Schule Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern)

Die Schule
Statt Klassen gibt es an der Freien Schule in Güstrow Gruppen mit 15 Kindern aus jeweils zwei Jahrgängen. Sie heißen Kobolde, Büffel oder Namenlose. Zur teilweise gebundenen Ganztagsschule gehören ein Schülercafé, eine Kinderküche, ein Drachenofen und ein großer Schulhof mit vielen Spielmöglichkeiten. Im Haus ist ein Kindergarten, mit dem die Schule zusammenarbeitet. Zensuren gibt es erst ab der 9. Klasse, die Klingel ist abgeschafft, ältere und jüngere Kinder kommen in den Nachmittagskursen zu Zirkus, Theater oder Jungsgruppe zusammen. Mit der Musikerin und Musikpädagogin Martina Zendeh lernen Kinder das Musizieren auf Streichinstrumenten vom ersten Schultag an.

Das Kooperationsbeispiel
Alles begann damit, dass einige SchülerInnen eine besondere Leidenschaft mit in die Schule brachten: die für Filz. Auch andere wurden davon ergriffen. Und so kristallisierte sich das Wollprojekt heraus. Die Dinge, die man aus Filz herstellen kann, sind vielfältig, ebenso wie die Berufe, die mit Wolle zu tun haben: Schäfer, Weberin oder Kunsthandwerker. Und mit Wolle lassen sich sogar Kontakte knüpfen und vertiefen, z.B. auch zu ausländischen Mädchen, die am Projekt beteiligt sind. Seit einem Jahr arbeiten Schülerinnen und Schüler der 7.-8. Klasse und einige Mütter mit Hilfe der Kunsthandwerkerin Sabine Herr einmal in der Woche eineinhalb Stunden mit Wolle. Zusätzlich finden einmal im Vierteljahr Workshops am Wochenende und einwöchige Ferienworkshops statt. Diese Kooperation breitet sich aus und inzwischen fangen sogar die Grundschüler an, Wolle zu verarbeiten.

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