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„Individuelle Förderung – Bildungschancen für alle“

Zweiter Ganztagsschulkongress
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung
am 2. und 3. September 2005 in Berlin

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Geleitwort zur Dokumentation des Kongresses
 
Das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB), mit dem der Bund den Ländern von 2003 bis 2008 insgesamt 4 Milliarden Euro für den bedarfsgerechten Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung stellt, ist eine der Konsequenzen, die Bund und Länder aus den internationalen Vergleichsuntersuchungen der letzten Jahre gezogen haben. Der Bund unterstützt damit einen wichtigen Reformprozess, der in allen Ländern neue Impulse erhalten hat. Der Auf- und Ausbau ganztägiger schulischer Angebote ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem international konkurrenzfähigen Bildungssystem. Ziel ist, dass unser Bildungssystem wieder zur Spitzengruppe in der Welt gehört. Dazu bedarf es der nachhaltigen Verbesserung der Bildungsqualität ebenso wie der Auflösung des dramatischen Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg.

Seit 2003 gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Durchführung und Ausgestaltung des IZBB. Das Ganztagsschulprogramm – und besonders auch die jährlichen Ganztagsschulkongresse – tragen zum länderübergreifenden Austausch über die Perspektiven von Bildung, Erziehung und Betreuung bei.

Der zweite Ganztagsschulkongress stand unter der Überschrift „Individuelle Förderung – Bildungschancen für alle“. Er ist Teil des Begleitprogramms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, welches in enger Kooperation mit den Ländern die neuen Ganztagsschulen durch Beratung, Fortbildung und Vernetzung unterstützt.

Dieses Begleitprogramm, das gemeinsam mit den Ländern entwickelt wurde, ist ein wichtiges Unterstützungsinstrument für die neuen Ganztagsschulen: Den Schulen und ihren Schulträgern stehen durch regionale Serviceagenturen und das Internetportal www.ganztaegig-lernen.de zahlreiche Beispiele guter Praxis und Unterstützungsangebote zum Lernen aus dieser guten Praxis zur Verfügung. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung richtet auch die jährlichen Ganztagsschulkongresse aus. Rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland, noch mehr als im vorigen Jahr, sprechen für sich. Die Resonanz der pädagogischen „Community“ und die damit verbundene Aufbruchstimmung war überwältigend.

Die vorliegende Dokumentation enthält – in chronologischer Reihenfolge – die Redebeiträge und Diskussionen der Arbeitsforen und Workshops. Ich danke den Autorinnen und Autoren der Einzelbeiträge und der Protokolle, die diese Publikation ermöglicht haben. Insbesondere aber danke ich der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung herzlich für die wiederum sehr erfolgreiche Organisation des Kongresses. Ich freue mich mit Ihnen gemeinsam auf einen spannenden Ganztagsschulkongress 2006.

 Petra Jung
(ehemalige Leiterin des Referats „Zukunft Bildung“ im BMBF)

Ganztagsschulkongress 2005
Paradigmenwechsel im Bildungssystem

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Individuelle Förderung braucht Zeit, denn jedes Kind und jeder Jugendliche hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Welt. Der zweite Ganztagsschulkongress im Berliner Congress Center zog fast 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern und Gäste aus dem europäischen Ausland an. Unter dem Motto "Individuelle Förderung – Bildungschancen für alle", wurde ein breiter Dialog über Best-Practice-Beispiele geführt. Ganztagsschulen sind in der bundesdeutschen Schullandschaft angekommen: Das zeigte sich auch in den sechs Arbeitsforen zum Thema individuelle Förderung und nicht zuletzt in den Regionalen Foren der 16 Bundesländer am zweiten Tag des Kongresses. Die Arbeit hat begonnen – und die Professionalisierung ist in vollem Gang.

"Weißt du, was ich kann?!" Mit dieser Frage oder besser: mit dieser Aufforderung an die Lehrenden, doch einmal auf die Potentiale und Fähigkeiten ihrer Klientel zu schauen, mögen sich Generationen von Schülerinnen und Schülern im Stillen bereits auseinander gesetzt haben. Auf dem zweiten bundesweiten Ganztagsschulkongress 2005 wurde diese Frage am Freitag, dem 2. September, um 11.10 Uhr von einem kurzweiligen und gekonnt inszenierten Film beantwortet. David Weigend und Ivo Betke, selbst noch Schüler, reisten durch die bundesdeutschen Lande, um herauszufinden, ob das Lernen in den Klassenzimmern die einzelnen Schülerinnen und Schüler mitnimmt. Sie haben dies – im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung – stellvertretend für viele Leidensgenossen getan. "Weißt du, was ich kann?!" ist ein anderer Ausdruck für das Motto des diesjährigen Ganztagsschulkongresses "Individuelle Förderung – Bildungschancen für alle", den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) am 2. und 3. September 2005 im Berliner Congress Center veranstaltete. Die Resonanz auf den Kongress war – wie schon im letzten Jahr – überwältigend: Rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern waren zum Erfahrungsaustausch angereist und durch das Programm des ersten Tages führte kompetent die Moderatorin der PISA-Fernsehshows, Inka Schneider. (Auszug)

Denn vollständigen Beitrag lesen in der Dokumentation.

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Dokumentation
des Kongresses 2005

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