Großer Partner für die Virtuelle Schule

Dass das Internet ein Medium für den Unterricht sein kann, wird heute nur noch selten öffentlich bezweifelt. Wie es aber sinnvoll eingebunden werden kann, welche Voraussetzungen bei Schülern und Lehrern zu schaffen sind, wie der Einsatz didaktisch zu begründen und methodisch umzusetzen ist, ist für viele Kolleginnen und Kollegen allerdings noch ein ungelöstes Problem.
Als „einmalig in Europa“ und „eine wegweisende Kooperation“ bezeichnete KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave die Zusammenarbeit der Ministerien und Fortbildungsinstitute mit Intel Education. Sie bekräftigte die Vertreter der Bundesländer, dieses Angebot in Zukunft verstärkt zu nutzen.
Im Herbst 2003 startete der Aufbaukurs für Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare. Die Fortbildung ist fachdidaktisch orientiert und vermittelt vielfältige unterrichtspraktische Anregungen. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der Methodenkompetenz durch den Einsatz digitaler Medien und die Erweiterung der Lernkompetenz der Schülerinnen und Schüler. Im Sinne kollegialer Praxishilfe stellen Lehrkräfte praxiserprobte Unterrichtsbeispiele zur Verfügung, die in "Lernpfaden" für die Lehrerfortbildung aufbereitet sind. Schrittweise werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeleitet, die vorgestellten Inhalte und Methoden den eigenen Stoffinhalten und schulspezifischen Voraussetzungen anzupassen und selbst zu erproben. Dabei werden fachbezogene und fächerübergreifende Themen aufgegriffen. In den Lernpfaden sind auch Übungseinheiten integriert, die eine Ausweitung der Medienkompetenz im Rahmen eines Trainings enthalten.

Sozial Responsibility
Die Fortbildungsinhalte werden über eine Trainingsplattform vermittelt, das permanent aktualisiert und erweitert wird. Es ist Grundlage für die schulinterne Fortbildung, unterstützt die fachspezifische oder fachübergreifende Teamarbeit und ermöglicht die schulübergreifende Zusammenarbeit mit Lehrkräften anderer Schulen.
Intel sagt selbst: "Unser Ziel ist es, zu helfen einer Lernkultur gerecht zu werden, die das selbstständige und selbstorganisierte Lernen der Schülerinnen und Schüler unterstützt."
Im "Sozial Responsibility Report" heißt es: "Intel ist stolz, ein Vorbild zu sein für soziale Verantwortung, globales Bürgerrecht und nachhaltige unternehmerische Tätigkeit. Für Intel bedeutet Corporate Responsibility, das Richtige zu tun. Die Menschen und die Welt um uns zu respektieren – so machen wir unsere Geschäfte." Wie der Intel® Aufbaukurs online an einer Hauptschule praktisch umgesetzt wird, können Sie in diesem Artikel erfahren. Immer im Blick ist dabei die europäische Umsetzung des erfolgreichen deutschen Projektes – bei unserem Besuch an der Schule waren die Education Manager England und Frankreich gleich mit dabei.

Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung entwickelte in Zusammenarbeit mit dem IT Firma Intel das Lehrerfortbildungsprogramm "Intel® Lehren –Aufbaukurs online“. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbesserung der Unterrichtsqualität durch aktive Einbindung von Schülerinnen und Schülern in Lernprozesse. Grundlegend sind dabei eine Verzahnung des Einsatzes digitaler Medien wie Computer, digitale Kamera und Internet mit innovativen Unterrichtsmethoden und die Teamarbeit der Lehrkräfte an der Schule.

Tatsachen
Aufgrund des großen Erfolges in Deutschland und Österreich startete in diesem Jahr die weltweite Umsetzung des Fortbildungsangebots in Frankreich und Großbritannien. Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung begleitet federführend die europäische Ausweitung durch Trainings der Fortbildner und berät die Projektleiter in den einzelnen Ländern. Die Projektleiter aus England und Frankreich konnten sich an der Hauptschule Dillingen ein Bild von der Umsetzung des Projektes in der Praxis machen. Mentorin Christine Böttcher erläuterte in einem Referat die schulinternen Prozesse, die zu einer aktiven Zusammenarbeit im Kollegium führten. Schulleiter Markus Reutter bestätigte, dass durch das Projekt die Lehrkräfte motiviert worden sind, die Qualität des Unterrichts zu steigern, indem sie Neues ausprobieren und vor allem die Teamarbeit durch die Maßnahme gesteigert werden konnte. Auf diese Weise sei das schulinterne Fortbildungsprogramm zum Selbstläufer geworden. Die Mitglieder der Arbeitsteams vereinbaren untereinander die Arbeitstreffen und entwickeln immer neue Unterrichtsideen. Vertreter aus dem Kreis der Teilnehmer bestätigten, dass sie das Angebot gerne aufgegriffen haben und die Umsetzung in der Klasse zu einer hohen Motivation der Schülerinnen und Schülern führt. Wertvoll seien für sie besonders die vielen Anregungen und Hilfen der Trainingsplattform sowie der Erfahrungsaustausch untereinander gewesen. Von Anfang an habe sie aktive Lernbereitschaft im Klassenzimmer überzeugt.

Die Gäste konnten sich von Unterrichtsergebnissen überzeugen und waren von der Aktivität der Schule so beeindruckt, dass sie spontan darum baten, im September mit einem Team von 16 Vertretern aus dem französischen Bildungsministerium und den einzelnen Fortbildungsakademien der Departements wieder kommen zu dürfen. Schulleiter Markus Reutter versicherte, dass die Hauptschule jederzeit bereit sei, das Anliegen durch die engagierte Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.
Die Freude über die Fußball-WM übertrug sich beim 7. Symposium „Intel® Lehren für die Zukunft“, das vom 30. Juni – 01. Juli 2006 in Dillingen stattfand, auf die Teilnehmer: Vertreter aus allen deutschen Bundesländern und Abordnungen aus Österreich und Südtirol feierten mit den Teams der Akademie Dillingen und Intel Education die Fortsetzung des Lehrerfortbildungsprojektes „Online trainieren und gemeinsam lernen“ um weitere drei Jahre. Zusammen mit der Unterstützung von Intel und einer neuen Intel-Mannschaft mit Country-Manager Markus Märkl und EMEA Marketing-Manager Thomas Osburg unter der Leitung von EMEA Education Director Dr. Martina Roth wurde das gemeinsame Ziel bekräftigt, die Implementierung in den Ländern weiter voranzutreiben. So rückten alle Beteiligten bildwörtlich enger zusammen...
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