Werkstatt Schule und Kommune
WerkstattbüroStädte-Netzwerk NRW Nicolaistr. 3 59423 Unna www.netzwerk.nrw.de
Das TeamBirgit Frey (Projektkoordinatorin) Telefon: 02303 9693-13, E-Mail: frey@netzwerk.nrw.de
Inez Katzer (studentische Mitarbeiterin) Telefon: 02303 9693-16, E-Mail: katzer@netzwerk.nrw.de
Kooperation als Chance erkennen ...
Die Einführung von Ganztagsschulen ist für alle Beteiligten ein kreativer – weil neuer – Lernprozess. Den Kommunen als Schulträger kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie haben erstmals die Chance mit der qualitativen Etablierung neuartiger Kooperationsstrukturen von Schule mit außerschulischen Partnern bildungspolitische Akzente zu setzen.
Dennoch gibt es nach wie vor viele Kommunen, die der Einführung von Ganztagsschulen zögerlich gegenüber stehen. Das zeigt, dass die Schulträger mehr Orientierungshilfen und konzeptionelle Unterstützung brauchen, um die erforderlichen infrastrukturellen und inhaltlichen Veränderungen umsetzen zu können. Hier setzt die Arbeit der Werkstatt „Schule und Kommune“ an.
- Die Umsetzung von Kooperationsmodellen bei der Ganztagsschulentwicklung ist ein offener und kreativer Prozess, der von den Kommunen verantwortlich mitgestaltet werden muss. Hierzu gehört es unter anderem, Ziele zu definieren, Handlungsfelder zu erkennen, kompetente Mitstreiter zu gewinnen sowie konkrete und für alle Beteiligten transparente Verfahrensschritte festzulegen.
- Eine weitere wichtige Aufgabe besteht für die Kommunen darin, die erforderlichen Qualitätsstandards für verlässliche Kooperationsstrukturen zu entwickeln. Wichtige qualitative Akzente können die Kommunen z.B. bei dem an pädagogischen Vorgaben orientierten Umbau und Ausbau von Schulen oder bei der pädagogischen Qualifizierung außerschulischen Personals setzen.
- Die Kommunen selbst sind Träger von kulturellen Einrichtungen, Einrichtungen der Jugendhilfe und anderen öffentlichen Einrichtungen und damit wichtige Partner für Schulen. Durch neuartige Kooperationsmodelle haben diese Einrichtungen die Chance zur qualitativen Weiterentwicklung. Sie generieren neuartige Angebote und können dadurch neue Zielgruppen gewinnen.
Ziel der Werkstatt ist es gemeinsam mit den Kommunen, Schulen und außerschulischen Kooperationspartnern die Einführung von Ganztagsschulen als kommunalen Planungs- und Entwicklungsprozess zu gestalten. Um dies zu gewährleisten, bieten wir im Rahmen unserer Werkstatt-Arbeit den Kommunen eine Reihe von Unterstützungsleistungen an.
- Im Rahmen eines kontinuierlichen best-practice-Transfers recherchieren wir gute Ansätze aus der kommunalen Praxis, arbeiten diese praxisnah auf und stellen das gewonnene Erfahrungswissen interessierten Kommunen und deren Kooperationspartnern in Form von Arbeitshilfen zur Verfügung.
- In der Zusammenarbeit mit den anderen Werkstätten und Serviceagenturen organisieren wir zu den beschriebenen Themenschwerpunkten und Entwicklungsperspektiven Fachtagungen und regionale Foren, um den interkommunalen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten.
- Des weiteren werden wir passgenaue Fortbildungsangebote für Schulträger und ihre Partner entwickeln und konkrete Beratungsleistungen vor Ort anbieten. Hierbei werden wir von Experten aus der kommunalen Praxis unterstützt.
Das Städte-Netzwerk NRW
Das Städte-Netzwerk NRW ist ein Zusammenschluss von 115 Städten und Gemeinden in NRW. Seine Aufgabe ist die Unterstützung der Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer sozialen und kulturellen Einrichtungen. Bis 2004 wurde es als „Modellprojekt“ vom nordrhein-westfälischen Städtebauministerium gefördert und war organisatorisch an die Stadt Unna angegliedert. Seit November ist das Städte-Netzwerk NRW als eingetragener gemeinnütziger Verein aktiv.
Das Städte-Netzwerk NRW versteht sich als Dienstleistungsagentur von Kommunen für Kommunen und bringt zusammen, was zusammen gehört: schrumpfende Städte, die prekäre Finanzsituation der öffentlichen Hand und die weitgehende Komplettierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur – von Schwimmbädern über Bibliotheken, Volkshochschulen und Musikschulen bis hin zu Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit.
Unter dem Motto „Reform statt Abbau!“ machen wir öffentliche Einrichtungen zukunftsfähig, indem wir
- die stärkere Einbeziehung unternehmerischer Elemente,
- die Berücksichtigung ressortübergreifender Verknüpfungspotentiale,
- die stärkere Einbeziehung bürgerschaftlichen Engagements sowie
- die gemeinwesenorientierte Vernetzung lokaler Akteure
als konzeptionelle Bausteine in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen.
Als Reformwerkstatt erbringen wir den Kommunen eine Fülle von Leistungen zur Zukunftssicherung ihrer sozialen und kulturellen Einrichtungen. Hierzu gehören Veranstaltungen zu Themen wie „Demografischer Wandel“, „Ganztagsbetreuung an Schulen“, „Migration“, „Vereins- und Bürgerbäder“ oder „Bürgerstiftungen“. Zudem beraten wir die Kommunen und bei der qualitativen Weiterentwicklung ihrer öffentlichen Einrichtungen. Weiterentwicklung öffentlicher Einrichtungen erfordert ein besonderes Know How. Daher bildet ein auf die Bedürfnisse von Einrichtungsleitern zugeschnittenes Fortbildungsangebot ein weiteres Standbein unserer Arbeit. Besonders gelungene Zukunftsprojekte zeichnen wir alle zwei Jahre mit dem Robert Jungk Preis aus.
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