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Lotsen für Partizipation

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Viktoria Schmidt von der Servicestelle Jugendbeteilung

 „Wir wollen der Schülern zeigen, dass Schule Spaß machen und zum Lebensraum werden kann“ , so meinen es Katharina Horn, 19 und Anna Oldemeyer, 17 Jahre und arbeiten seit Anfang 2007 in der SAG ganztägig-lernen in Hessen als  Partizipationsbeauftragte für Ganztagschule und koordinieren die Mobile Zukunftswerstatt (MobiZ) vor Ort. Ein Interview.

Was sind die Ziele eurer Arbeit?
Ziel unserer Arbeit ist es, dass Schülerrinnen und Schüler mehr in Schulprozesse eingebunden werden und die Gelegenheit haben ihre eigene Meinung zu  äußern und Schule zu verändern.

Und wie sieht das konkret aus?
Dazu suchen wir Modellschulen in ganz Hessen, wo Partizipation gut läuft, wo kleinere Projekte im Bereich der Schülerinnenpartizipation gut laufen, um diese dann vorzustellen, damit andere Schulen die Möglichkeit haben durch unsere Unterstützung etwas in diese Richtung zu machen.

Habt ihr dazu  gute Beispiele?
Ein gutes Beispiel ist die Theodor-Heuss-Schule in Marburg. Da wird gerade ein SchülerInnenpartizipationsprojekt entwickelt, was mit der Jugendarbeit in Marburg koordiniert wird. Da entsteht eine fest Stelle  von 20 Stunden. Die Person die diese Stelle besetzt entwickelt mit Schülerinnen  und Schülern einen neuen Ganztagschulbereich, in den ihre Interessen stärker  miteingebunden werden. 

Wie nehmen euch die Schulen auf?
Eigentlich sind wir sehr willkommen. Ein bisschen Skepsis taucht auf, vor allem sobald es um das Projekt MobiZ geht, weil sich viele nichts unter MobiZ vorstellen können. Wir waren jetzt bei der Vorstellung des Projektes „Demokratie, Lernen, Leben“  von der Bund- Länder-Kommission  in Hessen  dabei. Wir haben zusammen mit David Weigend   MobiZ anhand einer Powerpointpräsentation vorgestellt und haben somit die Schulleiter ein wenig sensibilisiert und Interesse geweckt. Das wollen wir jetzt weiter ausüben.

Dafür, dass es das Hauptproblem von Schulerinnen und Schülern ist von Lehrern akzeptiert zu werden, haben wir vergleichsweise nicht so große Schwierigkeiten. Man stößt am Anfang zwar auf eine gewisse Skepsis, doch nach einer Weile trauen uns  die  Erwachsenen um einiges mehr zu.  Sie respektieren uns und unsere Arbeit. (lächelt)
Katharina: Besonders wenn sie gelungene Projekte  am Beispiel festmachen können, merken sie, dass wir etwas drauf haben und dass es tatsächlich Möglichkeiten gibt von SchülerInnen für SchülerInnen  etwas zu tun.

Gibt es etwas was sich eurer Meinung nach in Zukunft unbedingt verändern sollte?
Es wäre gut wenn noch mehr Schülerinnen und Schüler die Chance der Partizipation für sich entdecken und sich für ihre Interessen stark machen. Sie würden dann merken, dass sie auch was erreichen können, wenn sie sich selbst engagieren um ihre Schulen zu verändern. Und sich stark machen würden für ihre Interessen. Wir  würden uns natürlich  freuen wenn unsere Unterstützung genutzt wird und  die Zusammenarbeit, also Partizipation von der ganzen Schulgemeinde auch im Schulalltag besser läuft.

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Anna und Katharina bei der Arbeit vor Ort

Wie sehen eure weitern  Pläne aus?
Wir wollen auf jeden Fall in kommender Zeit eine MobiZ in  Hessen  organisieren um  einer ganzen Schule die Möglichkeit zu bieten sich weiterzuentwickeln. Die findet im Schulhof Bergstraße statt. Das ist eine kooperative Gesamtschule, die Zweige wie Kindergarten, Förderschule in einem großen Schuldorf mitintegriert hat und mitten im Wald. liegt Das weckt natürlich unser Interesse diese Schule im Schulalltag mitzuerleben. Wir haben sie uns bereits angeschaut und sind gerade dabei Kontakte zu knüpfen, damit im Oktober eine MobiZ stattfinden kann. Außerdem  planen wir ein Ganztagsschulseminar in Marburg, wo wir über die Ganztagsschule  aufklären wollen, weil wir einfach glauben, dass in Hessen das Bewusstsein von der Ganztagsschule bei den Schülerinnen und Schülerinnen noch nicht so wirklich geschaffen ist. Die meisten denken sich, dass sie nachmittags stundenlang in der Schule sitzen und Hausaufgaben machen und dass dabei die Freizeit völlig vernachlässigt wird. Wir wollen auch die positiven Aspekte, wie individuelles Lernen der Ganztagsschule hervorheben und zeigen, dass  Schule auch Spaß machen und zum Lebensraum werden kann. 

Datum: 2.07.2007
© www.ganztaegig-lernen.de

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Mobile Zukunftswerkstatt
Wir wollen Schulen, die sich auf den Weg machen ein Ganztagsschulkonzept zu entwickeln oder zu verbessern, dabei unterstützen dies auch unter Einbeziehung aller Beteiligten zu tun. von Viktoria Schmidt öffnen