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Studie „Vita gesellschaftlichen Engagements“

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Die Studie veröffentlicht den Zusammenhang zwischen Beteiligung als Kind / Jugendlicher und Engagement im Erwachsenenalter – Ergebnisse und Kommentar von Kay Lieker von der Servicestelle Jugendbeteilung

Im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung und Unicef Deutschland befragten Dr. Hartmut Wedekind und Mathias Daug im Projekt „mitWirkung“ 897 ehrenamtlich Aktive und Politiker nach den Ursprüngen ihres Engagements.

Ergebnis der Studie ist, dass sich Menschen gesellschaftlich engagieren, wenn sie früh Partizipationsmöglichkeiten erfahren haben.  Dabei ist auffällig, dass 83 Prozent der Befragten den Ursprung ihres gesellschaftlichen Engagements in ihrer Kindheit sehen. Die Mehrheit der Befragten gab an, sehr demokratisch erzogen worden zu sein. Das heißt, dass sie schon sehr früh in Entscheidungen innerhalb der Familie einbezogen wurden und auch Aufgaben übernehmen mussten. Dazu ergänzte Marlene Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission, bei der Pressekonferenz in Berlin, dass aus ihrer Sicht die Anlage zum gesellschaftlichen Engagement sogar schon vor der Geburt gelegt werde. Zum Beispiel verzichtet die Mutter, wenn sie die Bedürfnisse des Kindes kennt und ernst nimmt, auf Alkohol.

pdf.gif Studie – „Vita gesellschaftliches Engagement“

Zwei Drittel aller Befragten sagten außerdem, dass die Zeit in der weiterführenden Schule ihr gesellschaftliches Engagement geprägt habe. 73 Prozent haben laut der Studie damals positive Erfahrungen mit den Beteiligungsmöglichkeiten an ihrer Schule gemacht. Ob dieses Ergebnis bei einer Befragung der Schüler auch zustande kommen würde? Allerdings war nur jeder siebte Befragte der Meinung, dass Lehrer prägend für das Engagement waren. Dies ergänzte Anne Lütkes, Kuratoriumsvorsitzende des Deutschen Kinderhilfswerkes , mit einer Szene, die sie oft erlebt. Grundschullehrer sagen laut Lütkes: "Wie soll ich die Kinder denn partizipieren lassen? Die können das noch gar nicht". Ihre Antwort darauf: „Die Kinder kommen doch auch zu euch in die Schule und können weder rechnen noch schreiben und ihr setzt alles daran es ihnen beizubringen.“

Prägender sind für 62 Prozent der Befragten (anscheinend damals wie heute) eher Familie und Freunde. Anne Lütkes, hob bei der Präsentation der Studie besonders die Rolle der Eltern hervor und dass diese gefördert werden müssen. Offensichtlich kommt neben der Familie der außerschulischen Jugendarbeit eine wichtige Bedeutung zu. Für 63 Prozent der Befragten war die frühe Mitgliedschaft in einem Verein oder Organisation von großer bis sehr großer Bedeutung für ihre Engagementbereitschaft. Als Empfehlung sprach Dr. Wedekind aus, wovon wir schon lange überzeugt sind. Nämlich dass gesellschaftliches Engagement nicht durch Plakate und Events gefördert wird, sondern durch sukzessive Entwicklung, beginnend im Kindesalter.

Datum: 14.07.2007
© www.ganztaegig-lernen.de

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Infostelle des Deutschen Kinderhilfswerkes veröffentlicht die Studie öffnen