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Bildungslandschaften aus Thüringen

Jena-NORD
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Staatliche Regelschule „Maria Montessori“  Jena, Friedrich-Wolf-Straße 2, 07743 Jena, Tel.: 03641 424323; Ansprechpartnerin: Regina Blume, Schulleiterin; punkt.jpgSchulhomepage

Konzept

  • Form: Teilgebundene Ganztagsschule seit 2005
  • Arbeitsschwerpunkte: Unter vier Prämissen hat die Schule über mehrere Jahre ihr Konzept überarbeitet und ergänzt:

    (1) Hilf mir es selbst zu tun!
    (2) Wege entstehen beim Gehen.
    (3) Innovative, anerkannte Unterrichtsformen.
    (4) Freiheit und Grenzen. Leistung und Disziplin.

    Schwerpunkte sind derzeit der Ausbau der Rhythmisierung, die Verzahnung von Unterricht und Ganztagsangeboten, der Ausbau von Schulsozialarbeit und schulbezogener Jugendarbeit, die Zusammenarbeit mit der Grundschule.
  • Kooperationspartner:
    Montessori-Verein e. V., Diskurs e. V., Zirkus Tasifan, Mädchenprojekt e. V., Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Imaginata e. V., Drudel 11 e. V.

Angaben zur Bildungslandschaft

Kurzbeschreibung der zentralen Akteure
Die „Leitschule“ der lokalen Bildungslandschaft, die Maria-Montessori-Schule, ist Ende August von ihrem Ausweichquartier an ihren angestammten Standort zurückgekehrt. Zugleich ist die Regenbogen-Grundschule von Lobeda nach Jena-Nord umgezogen. Beide Schulen arbeiten auf der Basis der Montessori-Pädagogik. Das Gebäude wurde mit IZBB-Mitteln grundlegend saniert und ein Anbau erweitert, wodurch sich die räumlichen Bedingungen für beide Schulen verbessert haben. Die Stadt Jena beabsichtigt, auf dem weitläufigen Gelände der Schulen eine Bildungs- und Begegnungseinrichtung für Kinder- und Jugendliche zu errichten, die zugleich Stadtteilzentrum werden soll

Entstehungsgeschichte und Ziele
Der Stadtteil Jena-Nord ist gekennzeichnet durch einen rasanten sozialen Umbau. Bis zum Jahr 1992 beherrschten Kasernen der sowjetischen Armee das Bild des Wohngebietes. Nach dem Abzug lag etwa ein Drittel der Fläche des Stadtteils zunächst brach. Seit 10 Jahren wird dieses Gebiet sukzessiv  wieder bebaut. Sowohl die Statistik als auch die Kinder und Jugendstudie des Jugendamtes weisen auf einen Zuwachs an Kindern und Jugendlichen hin.  Ziel ist es, durch Vernetzung und Integration alter und neuer Institutionen in öffentlicher Verantwortung eine gelingende „Kultur des Aufwachsens“ zu gestalten. Sozialpädagogische und schulpädagogische Ansätze sollen gleichberechtigt wirken.

Bisher Erreichtes
Beide Schulen und die Montessori-Kindertagesstätten streben an, zukünftig ihre Bildungsangebote aufeinander abzustimmen. Im Januar 2007 haben Vertreter der Einrichtungen in einer Klausurtagung eine Vision und erste Schritte zur Umsetzung entwickelt. Die Stadt Jena hat zur Planung des Bildungs- und Begegnungszentrums im März 2007 ein Fachsymposium einberufen und im Juni eine Zukunftswerkstatt mit allen Beteiligten abgehalten. Die Ergebnisse fließen in die nächsten Schritte ein.

Ausblick auf die nächsten Schritte
Derzeit wird die Ausschreibung für die Betreibung des Zentrums vorbereitet. Erstmals sollen die zukünftigen Nutzer, Sozialplaner, Jugendamt und Kommunale Immobilien Jena als Bauträger gemeinsam an der Entwicklung beteiligt werden. Es wird ein Beirat gebildet, der auch späterhin die Arbeit des Zentrums steuern und begleiten wird.

NEUDIETENDORF
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Staatliches Gymnasium „von Bülow“ Neudietendorf, Zinßendorfstraße 19, 99192 Neudietendorf, Tel. 036202-2900, Ansprechpartnerin: Ulrike Rögner, Schulleiterin; punkt.jpgSchulhomepage

Konzept

  • Teilgebundene Ganztagsschule seit 2003

Arbeitsschwerpunkte
Das Gymnasium setzt auf die Trias von Bildung, Betreuung und Erziehung und orientiert die Schulorganisation an den Anforderungen einer zunehmend durch Spezialisierung geprägten Berufswelt. Grundlage bildet das Schulkonzept „2002 PLUS“, welches insbesondere eine Technikakzentuierung der Allgemeinbildung vorsieht bzw. bei der Berufs- und Studienorientierung ansetzt.

Daraus ergeben sich drei Entwicklungsschwerpunkte:

  1. Offenes Ganztagsangebot;
  2. Neue Lehr- und Lernmethoden;
  3. Praxis und Technikorientierung.
  4. Damit einher geht eine gezielte Sprachausbildung.

Kooperationspartner
Schulförderverein, FH Gotha, FS Bau, Wirtschaft und Verkehr, Deut-sche Bahn AG, T-Systems Erfurt, Solardorf Kettmannshausen, FrauenTechnikZentrum Erfurt, VITT-Projektbeauftragter Jugend forscht, Multimedia Ruge-Kallert Neudietendorf, Fiege Logistik GmbH & Co Neudietendorf, Stadtwerke Erfurt, Handwerkskammer Erfurt,

Bildungslandschaft

Die zentralen Akteure 
Zentrale Akteure sind die Mitglieder eines Technikbeirates, dessen Geschäftsordnung die Unterstützung des von-Bülow-Gymnasiums bei der Umsetzung des Schulkonzeptes „2002 PLUS“ vorsieht. Mitglieder des Beirates sind derzeit:

  • Herr Brehm (Vorsitzender), Deutsche Bahn AG, Konzernbevollmächtigter Freistaat Thüringen
  • Herr Höhne (stellv. Vorsitzender), Abt.leiter Wirtschaft und Verkehr, Staatliche FS für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Gotha
  • Herr Götz, Deutsche Bahn AG, Leiter des Dienstleistungszentrums Bildung Erfurt
  • Frau Driesel, Thüringer Koordinierungsstelle Naturwissenschaft/Technik für Schülerinnen, Studentinnen und Absolventinnen
  • Herr Prof. Dr. Bley, Vorsitzender des Solardorfs Kettmannshausen e.V.
  • Herr Prof. Dr. Gather, Dekan des Fachbereiches Verkehrs- und Transportwesen an der FH Erfurt
  • Herr Sobieraj, Geschäftsführer der Fiege Logistik GmbH & Co KG
  • Herr Bauer, Abteilungsleiter Personalentwicklung und -controlling, Stadtwerke Erfurt
  • Herr Rehbein, Referatsleiter des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Erfurt
  • Frau Rögner, Schulleiterin


Entstehungsgeschichte und Ziele 
Im Schulkonzept 2002 PLUS heißt es unter anderem: „Allgemeinbildung ohne Technikverständnis ist nicht zeitgemäß. Hierbei geht es mit Blick auf die Naturwissenschaften um eine grundlegende Reform der bisherigen Unterrichtsstruktur und teilweise auch der Unterrichtsinhalte bis hin zur Kopplung mit Praxisbezügen. In der heutigen Zeit stehen Technikverständnis und Allgemeinbildung in dialektischer Wechselwirkung.“ Am 1.10.2003 wurde der Beirat „Technik“ gegründet, in dessen Folge ab August 2003 ein Kurs Technik für die Klassen 7 eingeführt wurde.

Bisher Erreichtes 
Der Technikbeirat erarbeitet Angebote für Praktika und Exkursionen, er organisiert Gastdozenten und bemüht sich um die Finanzierung der Angebote. In Zusammenarbeit mit Schülern, der Fa. Fiege und dem DKJS-Programm „Schüler unternehmen was“ ist im Juli 2007 ei-ne Schülerfirma gegründet worden.

Ausblick auf die nächsten Schritte 
Der eingeschlagene Weg wird fortgesetzt. Die Gestaltung der Profilstunden soll dem Gesamtziel noch besser angepasst werden. Perspektivisch wird die Lernakzentuierung auf dem Abiturzeugnis ausgewiesen und dadurch eine besondere Würdigung erfahren.




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