Bildungslandschaften in Mecklenburg-Vorpommern
Greifswald – Kooperation von kommunalen und privaten Ganztagsschulen
 Montessori-Grundschule mit angeschlossener Orientierungsstufe, Helsinkiring 5, 17493 Greifswald; Ansprechpartner: Nils Kleemann; Schulhomepage Regionale Schule Ernst-Moritz-Arndt, Arndtstraße 37, 17489 Greifswald; Ansprechpartnerin: Sabine Fichtner; Schulhomepage Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Makarenkostraße 54, 17491 Greifswald; Ansprechpartner: Michael Schulz; Schulhomepage
Konzept
- Die drei Ganztagsschulen bereiten seit dem Schuljahr 2006/07 die Zusammenarbeit vor. Mit der Kooperation einer Schule in freier Trägerschaft (Montessori-Schule/Kinderhaus) und zwei Schulen in kommunaler Trägerschaft (Arndt-Schule und Humboldt-Schule) beginnt im Schuljahr 2007/08 der Aufbau eines gemeinsamen Bildungsangebots mit reformpädagogischen Elementen für die Region Greifswald vom Kinderhaus bis zum Schulabschluss. Die Bürgerschaft der Hansestadt Greifswald beschloss im März 2007 die Ausarbeitung einer Kooperationsvereinbarung der Aktion Sonnenschein M-V e.V. www.aktion-sonnenschein-greifswald.de und der Hansestadt Greifswald www.greifswald.de.
- Die Schüler der Montessori-Grundschule (1.-6. Klasse) wechseln erstmals in diesem Schuljahr gemeinsam in siebte Klassen mit reformpädagogischem Profil an weiterführenden Schulen. Im Bereich der Orientierungsstufe finden gemeinsame schulübergreifende Projekte statt. Im Jahr 2007/08 heißt das fächerübergreifende Thema „Ägypten, ein Land in Afrika“.
- In den gemeinsamen Projekten arbeiten die Schulen mit gemeinsamen regionalen Partnern zusammen (z.B. mit dem Pommerschen Landesmuseum).
Bildungslandschaft
- In Mecklenburg-Vorpommern gründen sich jährlich mehrere Schulen in freier Trägerschaft, beziehungsweise sie werden ausgebaut (Sekundarstufenbereich). Gleichzeitig sind immer wieder Schulstandorte von staatlichen Schulen gefährdet. Das Interesse von Familien für Schulen, die ein klares Leitbild entwickeln und dieses erkennbar umsetzen, wächst.
- Mit der Kooperation dreier Schulen in unterschiedlicher Trägerschaft wollen wir in Greifswald ein realistisches Angebot mit reformpädagogischem Profil schaffen, in dem sich die mitwirkenden Personen wieder finden. In den verschiedenen Phasen der Entwicklung der Schüler suchen wir nach altersgerechten Antworten für die Gestaltung des Schulalltages.
Rostock – Nachhaltige Kooperation zwischen Ganztagschulen und Stadtteileinrichtungen

Regionale Schule „Ehm Welk“, Thomas-Morus Str. 3, 18106 Rostock; Ansprechpartnerin: Traute Schlechtendahl; Schulhomepage Ostseegymnasium Rostock, Thomas-Morus Str. 2, 18106 Rostock; Ansprechpartner: Gerald Tuschner; Schulhomepage Regionale Schule „Otto Lilienthal“, Berta-von-Suttner-Ring 1a, 18147 Rostock; Ansprechpartner: Detlef Godomski; Schulhomepage
Konzept
- Der erste Schritt, mit dem Ziel, aus dem Nebeneinander von Schule und Freizeit einen Lebensraum für lebenslanges Lernen zu gestalten, wurde gemacht durch die Entscheidung des Amts für Jugend und Soziales, Rostock; über Schulkonferenzen bzw. Teamentscheid wurde die externe Praxisbetreuung in Kooperation mit dem L.I.S.A. und der Agentur NaSchEi, Bezirksamt Eimsbüttel und BBS Hamburg (Moderation) sowie die Projektteilnahme der drei Ganztagsschulen beschlossen.
- Diesem Vorhaben schlossen sich folgende Kooperationspartner in den Stadtteilen Rostock Evershagen (1) und Rostock Toitenwinkel (2) an: Institut Lernen und Leben – Schulsozialarbeit bzw. Stadtteil- und Begegnungszentrum, www.illev.de, Jugendclub Pablo Neruda, www.juwohro.de (1), DRK KV Rostock e.V. – Schulsozialarbeit bzw. Stadtteil- und Begegnungszentrum, www.sbz-toitenwinkel.de, Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel e.V. – Jugendgarten „Alte Schmiede“, www.vbtev.de (2).
- Im ersten Jahr des zweieinhalbjährigen Prozesses konzentrierten sich die Partner auf die Erarbeitung gemeinsamer Kommunikations- und Kooperationsregeln, das gegenseitige Kennenlernen der Ressourcen und den Vertrauensaufbau. Diese Fortbildungsphase bildete die Grundlage für die sich anschließenden Praxisberatungen. Dabei liefen Projektdurchführung und Projektentwicklung parallel zueinander und orientierten sich eng an den Bedürfnissen der Beteiligten.
- Die gelebte Kooperation und deren kritische Reflektion ermöglichte eine Einstellungs- und Haltungsveränderung der Beteiligten. Über den Abbau von Vorurteilen und die Akzeptanz anderer Professionen zeichnete sich eine neue Qualität der gleichberechtigten Zusammenarbeit ab, die in der Formulierung gemeinsamer Ziele und der gemeinsamen Verantwortungsübernahme für die Kinder- und Jugendlichen bestand.
- Ausblick ist eine von den Personen unabhängige Zusammenarbeit zwischen den kooperierenden Organisationen und eine Ausstrahlung dieser Kooperation im Stadtteil auf andere Institutionen.
Bildungslandschaft
- Die Übernahme der gemeinsamen Verantwortung für den Bildungsauftrag ist Ausgangspunkt der Neubewertung der eigenen Kompetenz für die Arbeit im „Stadtteil als Lernort“ und die gelungene Einbindung der jeweiligen Organisationen in den Lernort. Dies ist Voraussetzung für die Initiierung und Ausgestaltung eines Schulöffnungsprozesses.
- Dieses Projekt setzt am Begriff der „Bildungslandschaft“ an und möchte über gelebte Erfahrungen und Auswirkungen der „in den Sozialraum geöffneten Schule“ und der „Hinwendung der Bildungspartner zur Schule“ zu einer Stärkung des ganzheitlichen Bildungsauftrags beitragen und zur Nachahmung anregen.
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