Beteiligung

Jahresthema 2008 im Programm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen."
Anregungen zur Schulenentwicklung aus Theorie und Praxis 
Viele verschiedene Personen arbeiten an einer Ganztagsschule zusammen!
- Schülerinnen und Schüler,
- Eltern,
- Lehrerinnen und Lehrer,
- das weitere (pädagogische) Personal und
- außerschulische Kooperationspartnerinnen und -partner.
Wenn alle die Möglichkeit haben und nutzen, ihre Ideen in ihre Schule einzubringen, dann fühlen sie sich dort auch wohl und können gemeinsam gute Ergebnisse erzielen. Deshalb erkennt man gute Ganztagsschulen daran, dass dort nicht nur die Schulleitung oder Lehrerinnen und Lehrer entscheiden.
Stattdessen kommen große und kleinere Menschen in „verschiedenen Mischungen“ immer wieder zusammen, um miteinander zu diskutieren, zu entscheiden, zu gestalten und die Arbeit gemeinsam auszuwerten. Besonders Ganztagsschulen bieten dafür Zeit und viele Möglichkeiten: von der gemeinsamen Neugestaltung des Schulhauses über die Entwicklung von fächerübergreifendem Unterricht bis hin zum Aushandeln einer Schulverfassung.
Der Anspruch
... Kinder und Jugendliche in angemessener Form an sämtlichen sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen, beschränkt sich nicht auf einzelne gesellschaftliche Lebensbereiche, sondern gilt generell. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen in den Kommunen, in den Schulen, in Kindertagesstätten und Horten, in Freizeiteinrichtungen, in den Jugendverbänden, in erzieherischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie nicht zuletzt in den Familien. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird nur dann dauerhaft und erfolgreich sein, wenn sich sämtliche Lern- und Lebensbereiche dem Partizipationsanspruch stellen, kreative Formen seiner praktischen Umsetzung entwickeln und diese Bemühungen eingebettet sind in eine allgemeine Beteiligungskultur für alle Bürger, in ein starkes, demokratisches Gemeinwesen. (Hartnuß, Birger & Maykus, Stephan, 2006)
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