Anregungen und Ideen für Beteiligung an Schule
Voraussetzungen für Partizipation
Wer die anderen nicht oder wenig versteht, wer Informationen nicht erkennen und verwerten kann, wer seine eigene „Stimme“ nicht präzise artikulieren kann, der hat Nachteile im demokratischen Entscheidungsprozess. Wiederum stellt sich deshalb die Frage, wie diese Kompetenzen durch pädagogische Einflussnahme so gestärkt werden können, dass sich die Einzelnen und Gruppen für ihre Interessen selbstbestimmt und aktiv einbringen können. von Prof. Dr. Raingard Knauer und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker öffnen
Anregungen aus dem Feld Schulentwicklung

Neue Lernkultur
Praxis offenen Lernens
Portfoliokonzept im Unterricht
Lernen im Projekt
Schülervertretung
Demokratische Schule
Kommunikative Kompetenzen
Eltern machen mit!
Feedbackkultur
Kooperatives Lernen
Lernen braucht Partizipation
Lernen braucht Ziele
Leistungsbeurteilung
Partizipation am Mittagstisch
Schülerpartizipation
Klassenrat
Disskusion zum Thema

Begründungsmuster für jugendliche Partizipation
Standpunkte von Raingard Knauer und Benedikt Sturzenhecker Der allgemeine Anspruch auf Partizipation von Jugendlichen bezieht sich im Prinzip auf alle Lebensfelder von Jugendlichen: also Familie, Ausbildung/Schule, Beruf, Freizeit und Konsummarkt, Jugendhilfe, Politik, Vereine, etc. Bisher hat sich die Konzipierung von Jugend-Partizipation allerdings besonders auf die Felder Pädagogik (insbesondere Schule und Jugendhilfe) und Politik (insbesondere die Kommunalpolitik) bezogen. Diese Felder stellen auch den Hintergrund der Argumentation dieses Textes dar, obschon der allgemeine Partizipationsanspruch von Jugendlichen damit nicht aufgegeben oder reduziert wird.
Demokratisiert Schule und Unterricht?
Standpunkte von Prof. Dr. Hans Brügelmann Ist die Art und Weise, wie Schule gemacht wird, überhaupt legitim? Ist sie verträglich mit demokratischen Prinzipien des Umgangs miteinander, also auch der älteren mit der jüngeren Generation? Das Kunststück für heutige Pädagogen besteht darin, Lernumgebungen zu schaffen, die als Angebot einladen, herausfordern, anregen, denn der Blick wurde eingeengt auf die Effektivität des Fachunterrichts; andere Dimensionen wie Sozialverhalten, politische Einstellungen und die Fähigkeit, an demokratischen Entscheidungsprozessen interessiert und erfolgreich teilzunehmen, gerieten in den Hintergrund.

Praxis aus „Demokratie lernen und leben“ (Teil I)
Praxis aus „Demokratie lernen und leben“ (Teil II)
Partizipation und Verantwortungsübernahme im Unterricht
Forschendes Lernen in der Lernwerkstatt
Das selbstgesteuerte Lernen
Schülervertretungen
Lernen für die Zukunft
Der Weg zum Schulprogramm
Elternmitarbeit
Wie Eltern sich engagieren können
Eltern als gutes Ganztagspersonal
Tipps für den Schulalltag

Kochrezepte für Partizipation Beispiele aus Ganztagsschulen regen an und geben Impulse für Unterricht und Schulorganisation. Die diesjährigen Preisträgerstellen ihre Praxiserfahrungen vor.
Mitbestimmung im Alltag der Klasse
Partizipation bei der Entwicklung von Klassenregeln
Partizipation bei der Sitzordnung
Teamarbeit mit Übernahme von Verantwortung
Partizipation durch Information
Praxisbeispiele

Hulda-Pankok-Gesamtschule in Düsseldorf
Fontane-Gymnasiums Rangsdorf
Regionalen Schule Sprendlingen
Praxisbeispiele im Detail

Schule mit ganz besonderen Lehrkräften An der Gesamtschule Gießen-Ost geben ältere Schüler/innen den jüngeren Nachhilfe und beweisen dabei sehr viel Kompetenz, Verantwortungsgefühl und Zuverlässigkeit
Wo auch die Lehrer noch was lernen Die Betty-Reis-Gesamtschule bindet Eltern erfolgreich in den Schulalltag ein. So steht den Schüler/innen ein großes Angebot an Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung – und auch die Lehrkräfte profitieren davon
Von der Lust am Lernen Demokratie ist eine Lebensform, wissen die Lehrkräfte der Jenaplan-Schule, und so lernen die Schüler/innen in jahrgangsgemischten Stammgruppen verantwortungsvoll gemeinsam und voneinander
Material

Was Partizipation in der Schule kann noch mehr – Die Beteiligung an Unterricht und anderen Lernprozessen ist der Schlüssel zu selbstbestimmten Lernen und zu individueller Förderung (wer könnte sich besser individuell fördern als der/die Lernende selbst?). Mittel- und langfristig bewirkt die Partizipation an Lernprozessen die Erhöhung der Lernmotivation und damit (automatisch) der Lernleistung.
Mitbestimmung in der Grundschule Aus der Unterrichtsreihe "Mücke" für die Grundschule, gibt es aufbereitetes Unterrichtsmaterial. Die Autorin Rosemarie Portmann stellt darin verschiedene Methoden und Projektbeispiele zur Mitbestimmung vor – innerhalb der Schule und über die Schule hinaus.
Klassenrat Schülerinnen und Schüler wollen und können mitbestimmen: In demokratischer Form bringen sie ihre Interessen und Anliegen zur Sprache. Vor welchen Aufgaben stehen Pädagog/innen dabei? Die Seiten des Demokratiebausteins aus dem BLK-Programm „Demokratie lernen und leben“ geben wertvolle Hinweise
Schülerbeteiligung statt innerer Emigration! Ein Unterricht, der konsequent auf Selbstlernprozesse setzt, kommt mit der Methode des fragend entwickelnden Unterrichtsgesprächs nicht mehr aus. Damit sich alle Schülermeinungen einbringen, liefert die Methode des „Schreibgitters“ eine einfache Grundlage
Kinderbeteiligung: Kinder vertreten ihre Interessen selbst Welche Beteiligungsformen gibt es für Kinder? Wie sehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen aus? Oft fehlt zur Kinderbeteiligung nur das nötige Know-how. Hier setzt der Artikel aus dem Familienhandbuch an, bietet kompakte Informationen sowie Hinweise und Links
Partizipation im Kiez Schülerinnen und Schüler entwickeln Strategien, um das Leben in ihrem Kiez zu verbessern. Wie, das zeigen vier Projekte, die in der Handreichung aus der Reihe der Werkstattmaterialien des BLK-Programms „21 – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ vorgestellt werden: „Die Berliner Tafel“, „Der Übergang von Grund- zu Oberschule“, „Renovierung eines Musikpavillons“ und „Zivilcourage“
Planspiel Kommunalpolitik „Ohne Jugend ist kein Staat zu machen.“ Unter dem Motto steht ein Spiel, das es ernst meint. Das Werkstattmaterial als dem BLK-Programm „21 – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zeigt, wie junge Wahlberechtigte kommunale Verhältnisse analysieren. Sie sitzen probehalber im Stadtrat unter Leitung des Bürgermeisters
Methodenkoffer für Beteiligung Sicher gibt es bereits an vielen Schulen Schülervertreter/innen. Aber: Schöpfen sie ihre Möglichkeiten tatsächlich aus? Auf welchen Wegen erreichen sie, dass die Rechte von Schülerinnen und Schülern wahrgenommen werden, und wie können sie ihren Pflichten als gewählte Vertreter/innen nachkommen? Im Methodenkoffer für Beteiligung der Bundeszentrale für Politische Bildung findet man verschiedene Methoden und Anregungen rund um das Thema „Schülermitwirkung“
SchülerInnenfibel: Das Buch Mit-Wirkung Eine Starthilfe für Schülerinnen und Schüler, die an ihrer Schule mitentscheiden wollen. Die Broschüre zeigt, welche Mitwirkungsmöglichkeiten es im und außerhalb des Unterrichts gibt, wie man eine Schülervertretung organisiert und welche Rechte und Pflichten damit verbunden sind
Buchtipp

Buchtipp: Demokratische Partizipation in der Schule ermöglichen, fördern, umsetzen Welches Ansätze zur Förderung demokratischer Partizipation in der Schule sein können, wird von verschiedenen Autoren vorgestellt. Darunter befinden sich partizipationsfördernde Lehr- und Lernkonzepte.
Datum: 25.08.2008 © www.ganztaegig-lernen.de
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