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Backstage

„Das letzte Mal hatte ich Spaß am Lernen, als wir aktiv etwas machen konnten und nicht nur rumsaßen.“, schrieb die 15-jährige Celine auf ihren Steckbrief zu Beginn des Schülerseminars vom 27. bis 28. Juni in Hannover. Das so genannte Nord-Seminar war für etwa 30 Schülerinnen und Schüler der Auftakt zu einem Jahr der Mitmach-Förderung, die das Bildungswerk für Schülervertretungsarbeit in Deutschland e.V. im Zuge des diesjährigen Ganztagsschulkongresses ausgelobt hatte.

über das erfolgreiche erstes Vorbereitungsseminar zum Ganztagsschulkongress schreibt Anett Pöbel (Schülervertretung – Bildungswerk)

Dieser steht nämlich mit dem Motto „Schule gemeinsam entwickeln – Partizipation an Ganztagsschulen“ ganz im Zeichen der Stärkung der Beteiligung von Schülerinnen und Schülern. Es werden noch zwei weitere Seminare – in Wittenberg und in Frankfurt – folgen. So sind die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestens vorbereitet auf den Ganztagsschulkongress, der in diesem Jahr vom 11. bis 13. September in Berlin stattfindet. Und nicht nur das: Gemeinsam konnten sie auch einiges Neues und Interessantes lernen. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler von Ganztagsschulen aus den Ländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, um sich in einer Gruppe Gleichgesinnter über Ideen und Ziele für den Kongress auszutauschen. Die Werbung im Vorfeld übernahmen dabei die Serviceagenturen in den einzelnen Ländern, die engen Kontakt zu den Ganztagsschulen haben – meist jedoch vor allem zu den Lehrerinnen und Lehrern. „Wir finden es ganz wichtig, dass das SV-Bildungswerk sich um die Schülerinnen und Schüler vor, während und nach dem Ganztagsschulkongress kümmert.

Denn die, um die es geht, sollen ihre Schule ja auch mitgestalten!“

... so Oliver Lück von der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Mecklenburg-Vorpommern. Und um dafür Ideen zu erhalten, gab es viele Gelegenheiten während des Seminars:

Nach dem gegenseitigen Kennenlernen am Freitag schaffte die Moderatorin Anna Weber einen gelungenen Einstieg, indem die Jugendlichen ihre Erwartungen, Ziele und Wünsche äußern konnten und sich zudem gleichzeitig mit der Definition von Beteiligung auseinandersetzten.

Motiviert von so vielen Möglichkeiten, ihre Lernumgebung mitzugestalten, fanden sich im Anschluss Kleingruppen zusammen, die an selbst gewählten Texten einen tieferen Einblick in schulrelevante Themen, wie beispielsweise die Förderung von Engagement, das Lehrer-Schüler-Verhältnis oder aber  die Unterrichtsgestaltung erhielten. In den Gruppen ging es dann auch gleich ans Eingemachte: Es wurde diskutiert, debattiert und visualisiert. Selbst gestaltete Plakate bildeten den Abschluss eines gelungenen ersten Seminartages. Nach dem Abendessen standen Spiele auf dem Programm, welche das Zusammengehörigkeitsgefühl mit viel Spaß und guter Laune verstärkten.

Tatsachen festhalten!

Mit Einwegkameras in die Kongressvorbereitung!

Der Samstag startete dann sofort mit einer Überraschung. Der Vorsitzende des SV-Bildungswerks Vincent Steinl überreichte den Jugendlichen Einweg-Kameras. Die Jugendlichen haben so die Möglichkeit, in den langen Wochen bis zum Kongress zu dokumentieren, was ihnen an ihren Schule gefällt oder was verändert werden sollte.  Außerdem konnten die schönen Erinnerungen an das erste Zusammentreffen mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern so auch in Bildern festhalten werden. Im Anschluss präsentierten die Kleingruppen die Ergebnisse ihrer Projektarbeit. Ausgestattet mit den wichtigsten Grundlagen der Rhetorik und Moderation, merkte man den Jugendlichen ihre gewachsene Selbstsicherheit während des Vortrages an. Im Anschluss an jede Präsentation gab es Feedback von den anderen Beteilgten, um weiter an den Feinheiten in der Kunst der Rede zu feilen. Nachdem alle Resultate vorgestellt waren, gab es inhaltlichen Input zu den Themen Schulentwicklung (Referent: Lennart Beeck, SV-Berater), Schulrecht (Referent: Vincent Steinl) und Organisation innerhalb der Schülervertretung (Referentin: Elif Dilan Aytac, SV-Beraterin). Die Moderation der rotierenden Arbeitskreise durch die vom SV-Bildungswerk ausgebildeten SV-Berater kam besonders gut an: Auf gleicher Augenhöhe lassen sich die vermittelten Inhalte einfach besser verstehen, fanden auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Nach dem Mittagessen standen die Ziele und Erwartungen an den Kongress auf der Tagesordnung. Zeit, um sich ausgiebig darüber auszutauschen, was man auf dem Kongress erreichen möchte und wie man diese Ziele verwirklichen kann. Nachdem Anna Weber und Vincent Steinl alle Fragen zum Ganztagschulkongress beantwortet hatten, gab es in der Abschlussrunde durchgängig positives Feedback für alle Beteiligten. Das freute auch Anett Pöbel, die das Seminar für das SV-Bildungswerk organisierte: „Die Schülerinnen und Schüler sind selbst der beste Beweis, wie wichtig ihre Teilnahme am Ganztagsschulkongress ist. Jetzt geht es uns darum, dass die Wirkung der Mitmach-Förderung nicht verpufft und wirklich was an den Ganztagsschulen verändert – für die Schülerinnen und Schüler!“

Teil der Mitmach-Förderung ist für die beteiligten Jugendlichen – neben der Teilnahme am Vorbereitungsseminar, am Ganztagsschulkongress sowie an einem optionalen

Nachbereitungsseminar – die Beratung bei Fragen und Problemen rund um die Themen Schule und Schülervertretung, die Durchführung eines SV-Beratereinsatzes vor Ort an ihrer Schule, sowie die Möglichkeit der finanziellen Förderung eines SV-Projektes.

© www.ganztaegig-lernen.de

 



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