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14.30 Uhr
Schülerrechte – Illusion und Realität
Welche Rechte haben Schüler/innen eigentlich, wie sieht es mit der Umsetzung im schulischen Alltag aus und was können Schüler machen, um nicht nur Recht zu haben, sondern auch Recht zu bekommen? Diesen Fragen widmet sich der Workshop. Denn obwohl es 16 (für die Bundesländer) mal 6 (für die Schularten) unterschiedliche Regelungen gibt und die Umsetzung an jeder Schule oder in jedem Klassenzimmer wohl anders praktiziert wird, ähnelt sich die jeweilige Situation der Schülerinnen und Schülern doch. Geleitet wird der Workshop von SV-Beratern, die praktische Erfahrung mit der Fortbildung und Beratung rund um Schülerrechte mitbringen.
Referenten Claudia Praetorius SV-Beraterin Daniel Wagner SV-Berater

16 Uhr
Probleme in der Schülervertretungsarbeit, Lösungsmöglichkeiten und neue Ideen
Was ist eigentlich eine SV? Selbst wenn man die Abkürzung richtig als „Schülervertretung“ übersetzt, fangen die Probleme damit oft erst an: Was macht man, um eine SV neu aufzubauen, wenn es an der eigene Schule bisher nur wenig gibt? Was macht man, wenn der eigenen SV die Mitstreiter fehlen? Was macht man, wenn es jedes Jahr wieder die gleichen Projekte und nie etwas Neues gibt? Und was kann man machen, wenn man an der eigenen Schule auf Widerstand stößt – von Mitschülern, Lehrerkräften oder der Schulleitung? In diesem Workshop werden die Probleme beleuchtet und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Außerdem sollen ganz neue Ideen für SV-Arbeit entwickelt werden!


17.30 Uhr
Klassenrat, Schulparlament, Schulverfassung – Schule verändern konkret
Was macht man eigentlich, damit alles anders wird? In diesem Workshop werden Instrumente wie der Klassenrat, das Schulparlament oder die Schulverfassung vorgestellt, die das Potenzial haben, den Schulalltag umzukrempeln. In diesem Workshop werden besprochen, wie diese und andere Instrumente aussehen, wo interessierte Schüler weitere Informationen dazu erhalten kön-nen und vor allem, wie man bei der Einführung an der eigenen Schule richtig vorgeht.
Referentin Ann-Sophie Winter ehem. LSV Bayern


ganztägig
Im Schülerraum des SV-Bildungswerks haben die Schüler/innen während der Arbeitsphasen auch immer die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und miteinander über Ideen, Erfahrungen auf dem Kongress und alles Andere zu sprechen: „Wie macht Ihr das an Eurer Schule?“, „Wie fandet Ihr eigentlich das Mittagessen?“, „Was wollt Ihr später mal von Beruf werden?“, „Was hat Euch am Kongress bisher am Besten gefallen?“ und für viele andere wichtige (und unwichtige) Fragen ist hier Raum. Im Schülerraum finden sich immer Ansprechpartner/innen des SV-Bildungswerks bei Fragen und Problemen. Nebenbei finden auch ab und an organisierte inhaltliche Angebote und Gesprächsrunden statt. Der Schülerraum ist ein guter Treffpunkt für Schüler, die sich auf dem Kongress wieder treffen wollen. Und natürlich gibt es hier auch die Möglichkeit einfach so vorbei zu kommen und mal nichts zu tun!
Ansprechpartnerin Debora Antmann Freiwillige im FSJ-K beim SV-Bildungswerk


10:00 – 11:55 Uhr
Schülerarbeitsgruppe Qualität an Ganztagsschule
Qualität an Ganztagsschulen kann in ganz unterschiedlicher Weise gemessen werden: Der Unterricht spielt dabei genauso eine Rolle wie die außerunterrichtlichen Angebote. Die Kooperation mit außerschulischen Partnern und die Verankerung in der Gemeinde kann genauso mit einbezogen werden wie die Ausstattung mit Materialien und Medien oder der Nährwert des Mittagessens. Was aber am wichtigsten ist: Qualität an Ganztagsschule zeigt sich daran, ob sich die, um die es geht, nämlich die Schülerinnen und Schüler, in ihr wohl fühlen; ob sie gerne in der Ganztagsschule lernen, und ob sie ihre Schule auch als einen Ort wahrnehmen, den sie gerne besuchen. In der Realität ist dies leider häufig nicht der Fall: Viele Schülerinnen und Schüler haben Angst vor Schule, oft klagen schon Schülerinnen und Schüler über Stresserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Schlafmangel. In diesem Forum stellen die teilnehmenden Schüler/innen Kriterien auf, was aus ihrer Sicht eine gute Ganztagsschule ausmacht. Dadurch ergänzen sie die Debatte über Qualität von Ganztagsschulen um die wichtige Perspektive der Schülerinnen und Schüler.
Moderation Katharina Horn Vorstandsmitglied SV-Bildungswerk Ansgar Seng SV-Berater Vincent Steinl Vorsitzender SV-Bildungswerk Referenten Die Expertinnen und Experten sind die teilnehmenden Schüler/innen!

10:00 – 11:55 Uhr
„Gemeinsam in großen Gruppen gestalten“
Ziel: Das Wissen der Vielen nutzen – Großgruppenverfahren als Schlüssel zu erfolgreicher Schulentwicklung – Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern verfügen über ein großes Potenzial an Wissen darüber, wie Schule und Unterricht gelingen. Beteiligungsverfahren ermöglichen es nicht nur, dieses Wissen abzufragen, sondern ermöglichen bessere Ergebnisse, ein befriedigenderes Schulklima und sorgen für Arbeitserleichterung durch Kooperation. Durch die Mitwirkung aller Beteiligten wandelt sich die Schule von der Unterrichtsanstalt zum Kreativen Feld. Wir-Werkstatt, Zukunftswerkstatt, Zukunftskonferenz, Wertschätzende Schulentwicklung und andere Großgruppenverfahren sind relativ einfach anzuwendende und hochwirksame. Berichte aus der Praxis ermöglichen die Erweiterung des Methodenkoffers und sollen zur Umsetzung an der eigenen Schule anregen. Ort: Filmsaal
Referenten Prof. Dr. Olaf-Axel Burow
 10:00 – 10:55 Uhr
„Startschuss für SV Schüler für Schüler“ Referenten Bundesschülerkonferenz Ort: Raum 1

10:00 – 10:55 Uhr
„Zwischen Wirklichkeit und Anspruch: Das Dilemma der Elternbeteiligung“ Referenten: Leonhardt Ort: Raum 2

„10:00 – 10:55 Uhr
Feedback-Kultur – eine Grundvoraussetzung für ernst gemeinte Partizipation?“
Im Workshop werden verschiedene Feedback-Formen und –Module für den Lebensraum Schule vorgestellt: Wichtig ist dabei eine gemeinsame positive Grundhaltung aller an Schule/Bildung Beteiligten hinsichtlich solcher Feedback-Prozesse. Aber wie ist das zu schaffen? Anhand verschiedener Praxisbeispiele zeigen wir, dass eine funktionierende Feedback-Kultur kein unerreichbarer Traum bleiben muss. Außerdem räumen wir mit dem Vorurteil auf, dass Feedback an Schulen immer automatisch Schüler-Lehrer-Feedback sein muss – Team-Feedback, Leitungsfeedback, Eltern-Feedback – das Einbeziehen und die Verknüpfung aller Ebenen birgt die größten Chancen auf Veränderung. Hierzu gibt es hilfreiche Materialien zur eigenen Arbeit. Im Anschluss an den Workshop sind die Teilnehmer/innen zu weiteren Gesprächen am Stand der DeGeDe (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik) oder auch am Stand der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Brandenburg herzliche willkommen. Ort: Raum 3
Referenten Anne-Marie May frisch gebackene Abiturientin des Fontane-Gymnasiums Rangsdorf Dagmar Schreiber Geschäftsführerin democaris e. V., Beraterin für Demokratiepädagogik

„10:00 – 10:55 Uhr
„Schulklima und demokratisches Handeln“
Der Workshop richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler. Der Workshop informiert über zwei zusammenhängende Angebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Partizipation und Verantwortung. Einerseits wird am Beispiel eines umfassenden Ansatzes kommunikativen und moderativen Kompetenzerwerbs vorgestellt, wie Schülerinnen und Schüler als Coaches, Moderatoren und Mediatoren in der Schule auf Ebene der Schülerschaft verantwortlich mitwirken und Partizipation gestalten können. Dabei soll exemplarisch eine der Arbeitsmethoden in ihren einzelnen Phasen demonstriert und anhand eines konkreten Anliegens erfahrbar werden. Ferner werden die unterstützenden und begleitenden Möglichkeiten des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ vorgestellt und in ihrer Übertragung auf andere Partizipationsbeispiele verdeutlicht. Es geht dabei um das Engagement von Schülerinnen und Schülern für Themen des Gemeinwesens du der Demokratie, die als Projekten gerade in Ganztagsschulen wichtige Aspekte der politisch-demokratischer Partizipation erfahrbar machen können. Abschließend sollen Möglichkeiten der Anregung und Übertragbarkeit auf die eigenen schulischen Bedingungen diskutiert und aktuelle Informationsmaterialien vorgestellt werden. Ort: Raum 4
Referenten Dr. Wolfgang Beutel Geschäftsführer des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ Jena Dr. Wolfgang Wildfeuer Regionalberater des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ in Sachsen, SBI Radebeul
 11:00 – 11:55 h
"Spannungsfeld Schule – wer ist bei der Einführung, Umsetzung und Qualitätssicherung der Schulverpflegung gefordert?"
An der Umsetzung einer attraktiven und ausgewogenen Schulverpflegung sind sehr viele Personen und Einrichtungen beteiligt: Schulträger, Schulleiter, Lehrer und Lehrerinnen, Elternvertreter, Dienstleister und Schülervertreter. Von außen wirken zudem viele Institutionen mit. Demnächst werden in allen Bundesländern „Vernetzungsstellen Schulverpflegung“ existieren, hinzu kommen die ohnehin schon bestehenden Einrichtungen, die auf die Verbesserung der Schulverpflegung einwirken. Ort: Raum 1
Referentin Dr. Elke Liesen Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
 11:00 – 11:55 h
„Über den Elternabend hinaus – Beteiligungsanlässe für Eltern“ Referenten Evelyn Mosebach Ort: Raum 2
 11:00 – 11:55 h
„Beteiligung braucht Führung“ oder „Zurück in die Zukunft zum Wesentlichen“
Um herauszufinden, was das Wesentliche bei der Entwicklung demokratischer Schulqualität ist, blicken wir in dem Workshop auf berufs- und lebensbiografische Situationen zurück. Das, was in unserer biografischen Entwicklung hinter uns liegt, haben wir. Das was vor uns liegt, mit dem müssen wir uns auseinandersetzen. Wir gehen erkundend vor und können an Hand dessen, was wir gehoben haben, voraus schauen, um das was uns nun wesentlich erscheint, neu zu erfinden (Rekursivität). Auf die Schule bezogen heißt das, dass Veränderung nur durch Entwicklung stattfinden kann. Wir müssen uns selbst und andere Menschen dazu bringen, sich mit Hindernissen, Gewinn, Verlust, verpassten Momenten usw. auseinander zusetzen. Nur so erreichen wir die Menschen, und die Prozesse werden zu mehr als bloßer Implementation von Strukturen oder Methoden. Implementieren bleibt an der Oberfläche und macht unzufrieden. Die wesentliche qualitative Komponente ist die Eröffnung von Möglichkeiten, Räumen und Welten als gute Verheißung für die Lebenszeit vor uns. Dieser Prozess muss geführt werden. Die dazu nötige Führungskompetenz für Prozesse müssen alle Akteure, Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern, Partner durch Erleben erwerben. Sie muss zum kulturellen Handwerkszeug der Schulgemeinschaft werden. Das bedeutet vor allem, Verantwortung zu übernehmen und einen Gestaltungswillen zu haben. Dies sind aber ohnehin menschliche Bedürfnisse. Manchmal braucht es allerdings Mut, seinen eigenen Erfahrungen zu vertrauen. Dieses Vertrauen zu ermöglichen und zu dem Prozess zu ermutigen ist Aufgabe der Schulleitung. Der Stil, in dem sie diese Prozesse initiiert, wird in den Prozessen selbst weiterleben und Klima und Kultur einer Schule entscheidend prägen. Der Workshop ist offen gestaltet, Erfahrungen der Teilnehmenden können theoretisch, exemplarisch oder anekdotisch ergänzt werden.
Referenten Ralph Leipold Schulleiter des Staatlichen Gymnasiums Neuhaus/Rwg; Supervisor (DGSv)
 11:00 – 11:55 h
Barrieren abbauen: Auf dem Weg zu einer Ganztagsschule der Vielfalt
Welches sind die Hindernisse, die die Beteiligung von Schüler/innen und Eltern mit Migrationshintergrund erschweren? Welche Strategien sind bisher erprobt worden, um deren Beteiligung zu verbessern? In der Arbeitsgruppe werden Vertreter der Türkischen Gemeinde, der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland und einer Ganztagsschule ihre Erfahrungen zu diesen Fragen vorstellen und zur Diskussion stellen. Zwei der Referenten sind Akteure im neuen Themenatelier "Ganztagsschule der Vielfalt" im Programm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen." der DKJS. Sie werden im zweiten Teil ihre Erwartungen und Ideen für die gemeinsame Arbeit in diesem neuen Programmelement vorstellen. Ort: Raum 4
Referenten Berrin Alpbek Föderation der türkischen Elternvereine in Deutschland e.V. Dr. Cebel Kücükkaraca Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Carsten Haack Schulleiter der Theodor-Storm-Realschule Kiel
Datum: 06.09.2008 © www.ganztaegig-lernen.de
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