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"Klappe, die Zweite!" startet in die nächste Runde

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Vom 15.-17. November entwarfen 30 Schüler aus den 15 Projektschulen gemeinsam mit einem Künstlerteam ihre Ausstellung zum Film.

Noch vor den Sommerferien 2008 hatten alle fünfzehn Teilnehmerprojekte aus dem Themenatelier Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen, Klappe, die Zweite! ihre Kurzfilme zum Thema Inklusion bei der künstlerischen Gesamtleitung Linda und Ephraim Broschkowski eingereicht. Unter deren Regie entstand bis September der erste gemeinsame Bundesfilm, der auf dem Ganztagsschulkongress Premiere feiern konnte. Kurz vor dem Kuratorentreffen erschien schließlich die lang erwartete DVD, auf der sowohl der Bundesfilm als auch die Beiträge aller fünfzehn Projektschulen zu sehen sind. Für die meisten Schüler war deshalb die Reise nach Berlin auch eine Reise zur Uraufführung ihres eigenen Films. Das MachMit! Museum bot dafür den passenden Rahmen. Bereits am ersten Abend wurde eine Kinonacht auf der Tribüne des Museums organisiert und mit Popcorn, Blumen und guter Laune alle Beiträge angeschaut und gefeiert.

Das Kuratorentreffen bot gleichzeitig Raum für die Entstehung der zweiten Etappe des Projekts. Gemeinsam mit fünf Künstlern, gestalteten die angereisten SchülerInnen ihre Ausstellung, die ab Januar 2009 für ein Jahr durch die fünfzehn Projektstandorte touren wird.

Rahmenkonzept entworfen

Dafür wurde von Jan  Bunge von treibhaus und Sophie Jahnke ein Rahmenkonzept entworfen: die Ausstellung wird an öffentlichen Orten wie Museen, Sparkassen, Rathäusern und Krankenhäusern zu sehen sein und besteht aus einer Ansammlung von großen Transportkisten, die zunächst so wirken, als hätte jemand vergessen sie auszupacken. Erst bei genauerem Betrachten geben sie ihre Geheimnisse preis. Sie bergen Tonaufnahmen, Fotos und Requisiten, leuchten von innen heraus oder regen zum Mitmachen und Kommentieren an. Sie sollen neugierig machen auf die Projektarbeit der SchülerInnen und auf die entstandenen Filme, die in der größten der Kisten projiziert werden. Außerdem dokumentieren sie den Prozess der Projektarbeit des ersten Jahres „Themenatelier kulturelle Bildung an Ganztagsschulen. Klappe, die Zweite!“ Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog, der die Entstehung der Filme an jeder einzelnen Schule beschreibt.

"Hier ist vieles möglich"

Auf dem Kuratorentreffen waren knappe drei Tage Zeit, das Innenleben der Kisten zu gestalten, den Katalogtext gemeinsam mit den erwachsenen Begleiterinnen und Begleitern zu entwerfen und die Ausstellungsorte zu besprechen. Gleichzeitig wurde überlegt, wie die Ausstellung von den beteiligten Projekten bespielt und in die weiterlaufenden Projekte integriert werden könnte. „Hier ist vieles möglich“ erklärte Jenny Johannsen, die im Auftrag der DKJS die Ausstellung betreut. „Man könnte zum Beispiel durch eine Aktion wie ein Theaterstück auf einem öffentlichen Platz die Neugier der vorbeilaufenden Menschen wecken und sie mit dem Theaterstück in die Ausstellung führen“.

Aus den Projekten wurden auch eigene Vorschläge geäußert. So wird die Caspar-David-Friedrich-Schule in Greifswald mit ihrer Hauswirtschaftsgruppe das Catering für die Eröffnung im Pommerschen Landesmuseum übernehmen. Andere Schulen planen eine Tanzvorführung oder Lesungen in der Ausstellung, wieder andere möchten den Anlass nutzen, ihre Projektfilme in ganzer Länge zu zeigen.

Umsetzung der Ideen

Zunächst wurde jedoch diskutiert, was in den einzelnen Ausstellungskisten zu sehen sein sollte. Alle Projekte waren mit Fotos, Requisiten und vielen Ideen angereist. Gemeinsam mit dem Künstlerteam um Jan Bunge und Sophie Jahnke entwickelten die Jugendlichen zum Teil noch einmal völlig neue Ideen und stellten diese am ersten Abend den mitgereisten LehrerInnen vor. Manche trafen auf große Zustimmung, andere eher auf Skepsis. Trifft die Umsetzungsidee wirklich die Aussage des Films? Kann man für die Kiste nicht vielleicht doch mehr von den mitgebrachten Filmrollen und Fotos verwenden? Welche der mitgebrachten Requisiten kommen in die Kiste, welche nicht?

An den folgenden zwei Tagen wurde dann intensiv an der Umsetzung der Idee gearbeitet. Dazu hatte das Künstlerteam eine Wand mit Anregungen und Vorschlägen gestaltet und drei leere Transportkisten in unterschiedlichen Größen mitgebracht. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten anschließend an passgenauen Inlays, die für die Ausstellung in den Transportkisten versenkt werden sollen.

Schwerpunkte setzen

Jeder Künstler brachte in die Arbeit mit den Jugendlichen seinen eigenen Schwerpunkt mit ein. Nils Hoff, selber wissenschaftlicher Zeichner und Illustrator, bot seine Unterstützung bei der zeichnerischen Gestaltung an und unterstützte die Gruppen aus Osnabrück, Salzwedel und Hannover. Bjoern Balcke dagegen entwarf als Multimediakünstler und Kommunikationselektroniker zwei Hörkisten mit den Schülerinnen aus Wuppertal und Greifswald. Bei André Heukamp und den Jugendlichen aus Stralsund, Frankfurt und Dessau stand die Arbeit mit Objekten im Mittelpunkt. Sophie Jahnke und Jan Bunge berieten die Teilnehmer aus Osnabrück, Marburg, Hagenow, Lutherstadt Wittenberg und Baunatal, die keinen eindeutigen Schwerpunkt gesetzt hatten. Entstanden sind dreizehn spannende Kisten, die ihr Geheimnis erst auf den zweiten Blick preisgeben. Einige sind von hinten beleuchtet, andere können nur durch einen kleinen Sehschlitz überhaupt angeschaut werden. Eine Kiste bietet sogar die Gelegenheit, eine eigene Nachricht an die Ausstellungsmacher zu hinterlassen. 

Nach drei Tagen intensiver Arbeit wurden die Ergebnisse zum Abschluss des Kuratorentreffens vorgestellt und „Vorpremiere“ gefeiert. Begleitet von einem Filmteam erklärten die jugendlichen Künstler und Kuratoren die Gedanken hinter ihren Ausstellungsbeiträgen und hinterließen letzte Nachrichten an „ihre“ Künstler. Treibhaus wird die entstandenen Inlays in den nächsten Wochen in den Kisten befestigen und die Abschlussaufträge und technischen Wünsche der Jugendlichen umsetzen.

Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken, dass die Ausstellung am 16. Januar mit allen Details ihre Reise durch die fünfzehn Projektorte antreten kann und viele interessierte Betrachter und Nachahmer findet.

Datum: 18.12.2008
© www.ganztaegig-lernen.de
         
        



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Wanderausstellung

Der vorläufige Terminkalender zur Wanderausstellung.

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