Schule an der Burgweide

Hamburg
Die Schule
Die Schule an der Burgweide besteht seit 1975 und ist seit 2007 gebundene Ganztagsschule. 85 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund, sie werden von einem 38-köpfigen Kollegium betreut, zu dem Sonderpädagogen, Erzieher und Sozialpädagogen gehören. An vier Nachmittagen in der Woche werden zahlreiche Kurse angeboten und 35 Honorarkräfte beschäftigt. Die Schule beherbergt einen Hort für die Betreuung der Kinder vor Schulbeginn und in den Nachmittagsstunden bis 16 Uhr. Zu den Angeboten der Schule zählen Musiktherapie, Schulgarten, muttersprachlicher Unterricht durch das türkische Konsulat, Deutschkurse für Migrantenmütter mit Kinderbetreuung, Sportangebote am Nachmittag in Zusammenarbeit mit Sportvereinen und dem Hamburger Sportbund.

Das Qualitätsbeispiel
Die Mittagsfreizeit in der Schule kassierte schlechte Noten und war wegen Konflikten unter den Schülerinnen und Schülern Dauerthema in der Lehrer- und Kinderkonferenz. Was wollen wir in der Mittagszeit verändern, lautete die Frage an Kinder, Eltern und Kollegium: „Man sollte Flure nutzen dürfen, es müsste einen Raum zum Entspannen und einen zum Toben mit Boxsack geben. Inlineskaten. Jeden Tag Nachtisch!“, erklärten die Kinder (KiKo-Protokoll vom 04.02.2009). „Man sollte umgewandelte Lehrerstunden für Angebote in der Mittagsfreizeit nutzen“, forderte das Kollegium. „Mehr Elternberatung in der Schule“, wünschten sich die Eltern. Und so begann die Schule, die Mittagszeit räumlich und konzeptionell neu zu überdenken, zu organisieren und umzustrukturieren. „Das jahrgangsübergreifende Mittagessen macht richtig Spaß. Unsere neue Kantine – hell, geräumig und fröhlich – hebt die Stimmung bei Kindern und Erwachsenen“, berichtet Frank Herold, Sportfachleiter der Schule. „Ich finde gut, dass die Kinder mehr Bewegungsangebote haben und Eltern und Menschen aus dem Stadtteil Angebote machen“, stellt Maria Gesterling, stellvertretende Schulleiterin, fest. Das Beste zum Schluss: Mit der veränderten Nutzung der Mittagszeit treten weitaus weniger Konflikte zwischen den Schülerinnen und Schülern auf. Das Schulklima und die Atmosphäre haben sich verbessert, die Schule ist für die Öffentlichkeit attraktiver geworden.
Tipps für Einsteiger
- Es lohnt sich, Beteiligungsstrukturen in der Schule zu entwickeln und zu leben.
- Regelmäßige Rückbesinnung auf ursprüngliche Konzepte
Das ist uns gut gelungen
- Mitbestimmung aller Beteiligten
- Weiterentwicklung und Umsetzung von Ideen
Das waren unsere Stolpersteine
Datum: 11.05.2009 © www.ganztaegig-lernen.de
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